Wappen von Kornelimünster

Förderkreis Abteigarten Kornelimünster e.V.

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Letzte Aktualisierung: 12.07.2012

Kornelimünster Ortszentrum

Zum Stadtplan mit Gebäudemarkierungen

Anmerkung: Die nachstehenden Informationen werden laufend noch gesammelt und ergänzt bzw. korrigiert.

  1. Kirchenfamilie des Klosters
  2. Propsteikirche St. Kornelius
  3. Bergkirche St.Stephanus
  4. Antoniuskapelle
  5. Kapelle St. Gangolf
  6. Klauser Kapelle "Maria im Schnee"
  7. Korneliusmarkt
  8. Benediktusplatz
  9. Inde

  1. Kirchenfamilie des Klosters

  2. Das ehemalige Kloster war im Mittelalter von einer so genannten "Kirchenfamilie" umgeben, dass heisst, es gab im Umkreis eine Reihe kleinerer Kirchbauten wie die Bergkirche St. Stephanus, die Kapelle "Maria im Schnee" im Klauser Wald, die St. Gangolfskapelle am St. Gangolfsberg, die St. Nikolaskapelle, Hospiz für Pilger (Reste im ehemaligen Hospiz St. Nikolaus, Korneliusmarkt 12) und die Antoniuskapelle am Beginn der Breiniger Str..

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  3. Propsteikirche St. Kornelius
  4. Der Gründungsbau der Kirche entstand von 814-817 n.Chr. (fast so alt wie das Oktogon des Aachener Doms, 786 - 815). Sie wurde im Beisein von Ludwig dem Frommen geweiht. Bis zur Auflösung des Klosters 1802 war sie Kloster- und Wallfahrtskirche.
    Weitere Baugeschichte hier
    Propsteikirche St. Kornelius Propsteikirche St. Kornelius, Blick vom Korneliusmarkt (links)
    Probsteikirche St. Kornelius mit Korneliuskapelle (rechts)
    Probsteikirche St. Kornelius mit Korneliuskapelle

    Alljährlich wurde und wird Mitte September eine Woche lang die Kornelioktav gefeiert. Ausserdem werden in 7-jährlichem Rhythmus die drei grossen bilblischen Heiligtümer, und zwar Schürztuch, Schweisstuch und Grabtuch Christi den Gläubigen gezeigt. Die nach der Überlieferung eng mit der Leidensgeschichte verbundenen Textilien schenkte Kaiser Ludwig der Fromme dem Kloster zur Einweihung im Jahr 817.

    Unter den sonstigen Reliquien ist die bedeutendste das Schädelreliquiar des heiligen Papstes und Märtyrers Kornelius († 253), durch dessen große Verehrung der Name des Ortes sich in »Kornelimünster« wandelte (Der Namenswechsel ist erst ab 1000 nachweisbar). Die Reliquien des heiligen Kornelius und Cyprianus kamen in das Kloster im Austausch für eine Hälfte des Grabtuchs Christi (875 n.Chr.).

    Nachbildungen der Skulpturen der Heiligen Kornelius und Cyprianus stehen links und rechts vom Kirchenzugang bei dem Gebäude Korneliusmarkt 3. Die Originale stehen auf der Orgelempore.

    Im Wappen von Kornelimünster befindet sich ein Horn, das Korneliushorn. Es ist ein aus Silber getriebenes Büffelhorn und stammt aus dem 10. Jahrhundert. Aus diesem Horn konnten die Pilger geweihtes Wasser trinken.

    Von den sonstigen Sehenswürdigkeiten der reichhaltigen Innenausstattung der Kirche seien genannt: das Chorgestühl von 1325, die Korneliusstatue von 1460 mit reizvollem Sockel, der Anna-Altar von 1501 (um ihn rankt sich eine besondere Geschichte) und der barocke Hochaltar, den Johann Josef Couven um 1750 im Stil des Rokoko umgestaltete.

    Details zur Kirche (Baugeschichte, Grundriss, Bilder des Innenraums, Heiligtümer, Reliquien) werden

    Nach einem Kirchturm sucht jeder vergebens. Statt dessen rufen die Glocken der Bergkirche St. Stephanus ferngesteuert die Gläubigen zur Messe.

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  5. Bergkirche St. Stephanus
  6. Vom Korneliusmarkt gelangt man über eine steile Treppe (Bild rechts) zur Bergkirche St. Stephanus. Der Ursprung dieser Kirche liegt bei etwa 1000 n.Chr.. Die Fundamente ruhen auf altem Gemäuer, das wahrscheinlich zu einem römischen Signal- und Beobachtungsturm gehörte (Kornelimünster = wichtiger Knotenpunkt römischer Strassen).
    Von dem alten Friedhof, der die Kirche umgibt, hat der Besucher einen schönen Blick über den Ort sowie seine Umgebung.

    Die Kirche war bis zur Auflösung des Klosters Pfarrkirche für die zum sogenannten "Münsterländchen" gehörenden Dörfer und Weiler.

    Bei einem Brand verlor sie ihren Turm, so dass nunmehr der Glockenstuhl in das Kirchengemäuer eingelassen ist. Heute werden die Glocken per Knopfdruck von der Kirche St. Kornelius aus geläutet, da diese selbst keine grossen Glocken hat.
    Details zur Kirche (Baugeschichte, Grundriss, Bilder des Innenraums).
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    Aufgang zur Bergkirche St. Stephanus Bergkirche St.Stephanus Bergkirche mit Uhr
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  7. Antoniuskapelle
  8. An der Ausfallstrasse nach Breinig steht die Antoniuskapelle. Diese Kapelle wurde erstmals 1718 erwähnt. Nach einem schweren Erdbeben errichtete Abt Carl von Sickingen einen Neubau in Form eines Dreiecks. Weitere Umbauten ergaben die heutige Gestalt. Im Jahre 1781 erfolgte die Einweihung durch den Administrator der Abtei (Carl Caspar von der Horst). Antoniuskapelle
    Antoniuskapelle
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  9. Korneliusmarkt

    Die eng beieinander liegenden Plätze Korneliusmarkt und Benediktusplatz bilden das Zentrum des Ortes.

    Die Marktfreiheitwurde 985 durch Kaiser Otto III bestätigt.

    Die meisten Häuser wurden Mitte des 17. Jahrhunderts gebaut, nach dem ein Brand die ursprünglichen Fachwerk- Fassaden weitgehend zerstört hat. An Mauerresten können jedoch Ursprünge bis ins 11./12. Jahrhundert zurück verfolgt werden. Die Häuser beherbergten früher die Bediensteten der Abtei sowie eine Vielzahl von Händlern und Gaststätten. Vielfach wurden Fachwerk, Schieferverkleidung, Blausteinsockel und neben Ziegelmauerwerk auch Bruchsteine der hiesigen Umgebung verwendet. Die Stilrichtungen gehen von Barock bis Klassizismus und bilden ein geschlossenes Ensemble.

    Die heutige Nutzung beschränkt sich auf Wohnungen, Gaststätten, Antikgeschäfte und Einzelunternehmen. Händler haben sich weitgehend aus dem Ortskern zurück gezogen. Freitags wird Wochenmarkt gehalten.

    Der Verlauf der Klostermauer, so genannte Immunitätsmauer, ist auf dem Korneliusmarkt durch grosse Steinfliesen symbolisch wiedergegeben. Bis ca. 1600 verlief die Inde möglicherweise entlang dieser Mauer (siehe hier).

    Die getrennt stehende Häusergruppe Korneliusmarkt 46 bis 56 sowie Benediktusplatz 2 bis 6 ist Einheimischen unter der Bezeichnung dr Klomp geläufig.
    dr Klomp

    Die um die beiden Plätze liegenden Häuser besassen für die Zeit der Kornelioktav das Recht, eine Strausswirtschaft (so genannte "Zapp" deshalb Cyprianus-Zäpper) ab dem Gedenktag der Heiligen Kornelius und Cyprianus (16. September) zu betreiben, sie waren so genannte "Cyprianuszäpper" und sorgten für das flüssige Wohl der zahlreichen Pilger (Zäpper = Bierzapfer). Dieses Recht besteht noch heute (aber: der Ausschank musste im Gebäude statt finden - d.h. bei Bedarf wurden die Getränke auch aus dem Fenster oder dem Türflur gereicht). Bänke und Tische auf den Plätzen waren untersagt!
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    Korneliusmarkt 2
    Korneliusmarkt 2
    "dr Üllespeijel" (Der Eulenspiegel), in Anlehnung an das Rote Haus in Monschau auch "et ruue Huus"
    Restaurant Akropolis
    Korneliusmarkt 3 Korneliusmarkt 3, ehemaliges Bürgermeisteramt (1830), später Schule (bis 1930). An diesem Haus befindet sich eine Hochwassermarke vom 27.02.1906 (etwa 1 m über dem Pflaster), heute Sparkasse Aachen
    Häuser Korneliusmarkt 4 und 6
    Korneliusmarkt 4 (rechtes, rotes Haus)
    und
    Korneliusmarkt 6 (linkes Haus),
    wahrscheinlich "In der Gerichtsstube", d.h. das
    weltliche Gericht.
    Das kirchliche Gericht (Sendgericht)
    wird in St. Kornelius
    zusammen getreten sein.
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    Korneliusmarkt 6 und 8
    Korneliusmarkt 6 (rechtes Haus)
    und
    Korneliusmarkt 8 (linkes Haus)



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    Korneliusmarkt 12 Korneliusmarkt 12,
    "Nikolaushospital", "Hospitium Sancti Nicolai". Die Ursprünge des Hospitals liegen im 12. Jahrhundert, das Wohnhaus mit Erker und grosser Toreinfahrt (früherer Stall) erbaut um 1407, die unteren beiden beiden Stockwerke stammen von 1670. Links in diesem Haus befand sich eine Kapelle, deren halbrunde Apsis noch in dem Kellerraum des Hauses zu erkennen ist. Die Kapelle soll im frühen Mittelalter zu einem der Wehrtürme, Am Berg, gehört haben.
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    Korneliusmarkt 16-18 "Archelei"
    Korneliusmarkt 20 "Im Horn"
    Korneliusmarkt 22 "Die Grosse Glocke"
    Korneliusmarkt 24 "Die Kleine Glocke" bzw. "Im Hahn"

    Haus Korneliusmarkt 26 und 28
    Korneliusmarkt 26 und 24,
    mit so genannten "Hochwassertreppen" (1705)
    Korneliusmarkt 26
    Korneliusmarkt 26 und 28 (links im Bild)

    Korneliusmarkt 30
    "Im Kaiser" (Kreuzstockfenster von ca. 1630 in einer Innenmauer gefunden)
    Hier sollen Napoleons Mutter und seine Schwester Hortense 1802 oder 1804 mehrere Tage übernachtet haben.
    Korneliusmarkt 38
    Korneliusmarkt 38
    "Arche Marjohn", zum Namen gibt es mehrere Deutungsversuche: a. einer der Heiligen 3 Könige, b. Maria-Johannes, c. jüdischen Ursprungs wegen vormaligem Eigentümer
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    Haus Korneliusmarkt 50
    Korneliusmarkt 50


    Bild des Hauses Korneliusmarkt 52
    Korneliusmarkt 52
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    Häuser Korneliusmarkt 54 Korneliusmarkt 54
    zwischen den Häusern 54 und 56 kann man das zugemauerte Traufengässchen erkennen,
    hier nicht zu erkennen: das Gleiche gilt zwischen den Häusern 54 und 52.
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    Haus Korneliusmarkt 54
    Korneliusmarkt 56
    sogenanntes "Steäre Eck" (oder "Im Stern" nach einer früheren Gaststätte)
    Fachwerk des Hauses Korneliusmarkt 56
    Fachwerk des Hauses Korneliusmarkt 56
    Marktidylle vor Korneliusmarkt 54
    Marktidylle vor Korneliusmarkt 56, dem Café und Restaurant Napoleon
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  10. Die Inde in Kornelimünster
    (Bilder jeweils von Fussgängerbrücke an Haltestelle "Unter den Weiden" aus gesehen)
    Inde bei Kornelimünster flussabwärts
    Inde flussabwärts
    Inde im Winter bei Fussgängerbrücke
    Inde flussabwärts im Winter
    Inde flussaufwärts
    Inde flussaufwärts

    Die Inde schlängelt sich in einem engen Bett durch Kornelimünster. Zeitweise führt sie erhebliche Wassermengen, so dass es früher öfter zu Überschwemmungen des Ortskerns kam (deshalb häufig Hochwassertreppen vor den Häusern des Ortskerns und siehe die Markierung am Gebäude Korneliusmarkt 3). Durch die Absenkung des Wehres an der Strassenbrücke zum Ortskern wurde die Hochwassergefahr jedoch deutlich gemildert.Es wird vermutet, dass die Inde innerhalb des Ortskerns bis ins frühe Mittelalter einen anderen Verlauf genommen als heute (vermutetes altes Flussbett).
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