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Förderkreis Abteigarten Kornelimünster e.V.

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Letzte Aktualisierung: 20.02.2020
  1. ehemalige Reichsabtei, Schloss und Kloster (Benediktinerkoster)
  2. Kunsthaus NRW Kornelimünster
  3. Heimatmuseum
  4. Toranlage der Reichsabtei
  5. Park Abteigarten
  6. Mühlen, Hammerwerke, Brauereien
  7. Dem Auge verborgene bauliche Besonderheiten
  8. Schützenbruderschaft
  1. Kloster (ehemaliges Benediktinerkoster, ehemalige Reichsabtei, Abteigarten)

    Der renovierte, barocke Innenausbau ist sehenswert.


    Blick vom Schulberg auf die renovierte ehemalige Reichsabtei (Schloss),
    links im Hintergrund die Bergkirche St. Stephanus

    renoviertes Portal der ehemaligen Reichsabtei
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    Ehemaliges Heimatmuseum des Landkreises Aachen
    Aus einem Nachlass erhielten wir 10 Postkarten, die einen Einblick in die Einrichtung dieses Museums gewähren. Es wurde in der Zeit 1936 bis 1938 im Mittelbau der ehemaligen Reichsabtei eingerichtet. Themen waren im Erdgeschoss der Bergbau (u.a. 40 m lange Grubenstrecke) und im Obergeschoss die Wohnkultur der Bauern und des Landesherren (siehe Informationsseite der Kassette unten). Nach Kriegsende sind alle Einrichtungen unbekannt verschollen. Die Karten wurden von der La Ruelle'schen Accidenzdruckerei gefertigt. Alle Fotos haben einen leichten Altersbraunstich.

    Deckblatt

    Informationseite der Kassette über das Museum

    Portal des Schlosses um 1940

    Treppenhaus (EG)

    Blick in die 40 m lange Grubenstrecke (EG)

    Wohnzimmer (OG)

    Hauskapelle (OG)

    Jagdzimmer (OG)

    Schlafraum (OG)

    Küche (OG)

    Rentmeisterzimmer (OG)

    Vorraum zum Rittersaal (OG)

    Kamin im Rittersaal (OG)

    Rittersaal (OG)
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  2. Historische Zugangstore der ehemaligen Reichsabtei
    Abteigarten 12

    Diese Toranlage war der eigentliche Zugang zur Reichsabtei. Die Anlage besteht aus zwei Doppeltürmen mit Tordurchgängen, die Doppeltürme sind vom so genannten "Aachener Typ":
    Die inneren Türme stammen von 1498 (gotisch), es sind die ältesten sichtbaren, nicht kirchlichen Gebäudeteile in Kornelimünster, die vorderen Türme von 1682 (Barock).

    Die Turmanlage markiert auch den Verlauf einer der Römerstrassen, die von Norden her zur Furt durch den Bereich der Tore führte (außerhalb der ursprünglichen Klostermauern).
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  3. Park Abteigarten Kornelimünster (Lage entlang der Strasse Promenade)


    links: Bild der im 18. Jahrhundert geplanten Klosteranlage mit Gärten im französischen Stil.
    Dieses Bild befindet sich auf einer Tapete im Jagdzimmer im 1.OG der ehemaligen Reichsabtei

    rechts: Neugestalteter Park Abteigarten (Industriedenkmal) 2006
    Im Hintergrund die Frontgebäude der ehemaligen Textilfabrik Rohland

    Der Name "Park Abteigarten" geht auf die barocke Gartenanlage des Abteischlosses zurück. Jedoch besitzt der heutige Park eine Form, die von der ehemaligen Textilfabrik Rohland geprägt wurde. Der Park und die Gebäude der ehemaligen Textilfabrik Rohland sind ein anerkanntes Industriedenkmal.
    Nach vielen Jahren der Verwilderung wurde die Park-Anlage in den Jahren 1997 bis 2003 mit Mitteln der Stadt, des Landes und des Förderkreises Abteigarten Kornelimünster e.V. wieder hergestellt. Der Park Abteigarten hat nunmehr den Status eines geschützten Industriedenkmals und erfreut sich eines regen Zuspruchs bei Jung und Alt.

    Weitere ausführliche Informationen über die Aktivitäten des Förderkreises und die Entwicklung des Parks

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  4. Dem Auge verborgene bauliche Besonderheiten

    Der Antoniuskanal

    Der Fürstabt Isaac Hirtz von Landskrona (1652 - 1669) entschloss sich nach Ende des 30jährigen Kriegs, für die Abtei einen unterirdischen Wasserkanal zu bauen. Hierzu wird in der Dokumenten-Sammlung von Quinx berichtet (es handelt sich hierbei wahrscheinlich um den Antoniuskanal):

    "opus coepsit magnificentissimum"
    und inititierte eine äußerst großartige Sache,
    "videlicet aqua ductum subterraneum opere lapideo cum orificiis apertis"
    nämlich einen solide gewölbten, gemauerten unterirdischen Kanal mit (Gulli-)Öffnungen
    " ad sentinas et sordium congeries expurgandas fortiter fornicatum."
    um Wasser und starken Unrat abzuführen.
    Übersetzt von Pater Albert, Benediktinierabtei Kornelimünster

    Der Kanal führte einerseits der Abtei Frischwasser zu und entsorgte andererseits Abwasser aus der Abtei. Der Kanal ist noch heute unter dem Namen Antoniuskanal aktiv. Er beginnt bei der Kapelle an der Breiniger Straße, läuft entlang der Korneliusstraße (offenbar im alten Bachbett der Inde), quert Benediktusplatz und Korneliusmarkt, umgeht die Korneliuskirche und die Gebäude der ehemligen Reichsabtei. In einer Tiefe von ca. 3 m quert er die Toranlage der Abtei und den Kopf des Parks Abteigarten. Parallel zum heute sichtbaren Rohlandkanal und der Inde führt er über ca. 300 m, bis er auf einer Wiese austritt und als offenes Rinnsal in die Inde mündet. Der Kanal ist als gemauertes Gewölbe ausgeführt, Maße ...

    Verlauf des Antoniuskanals im Ort, Quelle Stadt Aachen, Tiefbauamt 1982

    Austritt des Antoniuskanals auf einer Wiese
    (Markierung 14 auf dem Bild "Gesamtverlauf") Quelle P.Schröder

    Gesamtverlauf des Antoniuskanals (rote Linie), Inde (blaue Linie) Quelle P.Schröder

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    Der Höllenkanal, das Höllenloch


    Das Loch zur Hölle

    Blick durch das Sperrgitter auf den Austritt des Höllenkanals

    Unterhalb vom Steinkaulplatz im Hang zum Indeufer befindet sich eine mit einem Gitter verschlossene Öffnung. Die älteren Kornelimünsteraner/innen bezeichnen diese Öffnung im Abhang als das " das Loch zur Hölle". Es handelt sich um den Zugang zu einem steilansteigenden Tunnel "dem Höllenkanal" , der in einen ca. 3 x 8 m2 großen Raum mit karolingischem Gewölbe mündet. Aus diesem Raum führt ein führt ein Kanal bis zu einem Gulli kurz hinter die ehemalige Vennbahnbrücke.
    Durch diesen Kanal fließt heutzutage ein Rinnsal bis in die städtische Kanalisation.
    Ein zweiter kanal soll ebenfalls vorhanden sein. Er zweigt ab in Richtung der früheren Abtei-Brauerei.

    Zweck dieses Höllenkanals: Er soll zur Entwässerung eines Blaustein-Steinbruchs gedient haben, dessen Steine für den Klosterbau benötigt wurden.

    Es wird von älteren Bewohnern des Ortes berichtet, dass sie als Jugendliche als Mutprobe den Kanal bis zum heute bekannten Ende begangen besser gekrochen sind. Ein anderer Bewohner erzählt, er sei im zweiten Kanal bis zur Brauerei gelaufen. Die Abmessungen beider vom Raum wegführenden Kanäle sind nicht bekannt, sie sollen jedoch zum Teil ziemlich hoch gewesen sein.

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  5. Mühlen, Hammerwerke, Brauereien

    Hinweis der Redaktion:
    Die Informationen über die gewerbliche Aktivitäten im Gebiet der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster werden fortlaufen ergänzt. Es fehlen zum Teil noch Texte und Bilder.
    Für Hinweise auf Fehler oder Vorschläge für Verbesserungen sind wir sehr dankbar.

    Übersicht:

    Lohmühle in Kornelimünster
    Ehemalige Textilfabrik Rohland
    Die Bann-/Zwangsmühle in KornelImünster und ihre Nachfolger
    Die Mühlen und Hammerwerke des Münsterländchens (Herrschaftsbereich der Reichsabtei)
    Brauhäuser der Reichsabtei

    Ehemalige Lohmühle in Kornelimünster
    Abteigarten 9

    Dieses Haus war wahrscheinlich eine Lohmühle, die nach 1800 erbaut wurde. Im Bereich dieses Hauses lag vermutlich die Einmündung des alten Mühlenkanals für die Bann-/Zeangsmühle. Haus Abteigarten 9
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  6. Bannmühle und ehemalige Rextilfabrik Rohland

    Promenade 3-9


    Vordere Gebäude der Textilfabrik Rohland, ca. 1900
    Der neben dem Wasserbecken liegende Kanal ist der sogenannte Rohlandkanal. Er wurde von der Firma Rohland gebaut, er versorgte die Wasserturbinen der Textilfabrik Rohland.
    Der ehemalige Mühlenkanal verlief bis Ende des 19. Jahrhunderts parallel zur Promenade. Er versorgte die Mühlenanlage, die hinter dem Torgebäude der ehemaligen Textilfabrik lag.


    An dieser Stelle unterquerte der alte Mühlenkanal das Bruchsteinhaus der Textilfabrik

    Nachfolgebau der abteilichen Bannmühle
    (links) und Nachfolgebau des abteilichen Brauhauses(rechts), ehemals 3-geschossig wie die Mühle, im
    Hintergrund die ehemalige Vogtei

    Becken mit Rohlandkanal
    Bann- oder Zwangsmühle bedeutete zu damaliger Zeit, dass in dieser Mühle alles Getreide aus dem Einflussbereich des Klosters gemahlen werden musste. Die entsprechenden Abgaben gingen an das Kloster. Die Mühle wurde erstmals im sogenannten Weisthum 1413 erwähnt (Quelle Nagel, S. 82). In dem Brauhaus wurden bis zum dreißgjährigen Krieg jährlich etwa 1000 hl Bier gebraut.

    Nach der Auflösung des Klosters wurde die Mühle bzw. ihre Gebäude zu unterschiedlichen Zwecken und von unterschiedlichen Eigentümern genutzt.

    Eine Chronik der Bannmühle und Pläne der Mühle um 1806 siehe Die abteiliche Bannmühle

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    Die Mühlen und Hammerwerke des Münsterländchens (Herrschaftsbereich der Reichsabtei) bis in die Neuzeit


    Karte des Münsterländchens von 1646

    Im Münsterländchen (früherer Herrschaftsbereich der Reichsabtei) sind eine große Anzahl von Wasserrad- getriebenen Gewerbebetrieben nachweisbar. Nicht alle sind dokumentarisch zu datieren. Es handelt sich um Mahlmühlen, Hammerwerke und andere Nutzungstwecke.die an Inde, Iter, Vichtbach und Haarbach (Harner Sief) lagen. Sie nutzten die reichlich vorhande Wasserkraft.

    Die nachstehende Angaben folgen den Arbeiten und Untersuchungen von Sebastian Wirtz (Veröffentlicht in den Blättern des Friesenrather Geschichtsvereins 2009 und 2014 [1] und von Peter Schröder [2].

    Die Auflistung ist noch unvollständig. Es fehlen u.a. noch Angaben über Mühlen und Hammerwerke an Vichtbach und Haarbach sowie aus dem Gebiet um Gressenich

    Übersicht über Mühlen und Hammerwerke
    lfd. Nr. Name Nutzung Standort nachgewiesen seit Quelle
    1 Eisenhütte Schmidthof, Iter vor 1646 Karte 1646, [1]
    2 Eisenhammer Eisenformung Schmidthof, Iter vor 1646 Karte 1646, [1]
    3 Oligsmühle Walheim, Iter vor 1646 Karte 1646, [1]
    4 Königsmühle Walheim, Iter vor 1646 Karte 1646, [1]
    5 Tartasmühle Walheim, Inde-Zufluss vor 1646 Karte 1646, [1]
    6 Schmidthofer Mühle Malmühle, Sägewerk Schmidthof, Inde vor 1646 Karte 1646, [1]
    7 Friesenrather Mühle Kupferdrahtmühle, Lohmühle Friesenrath, Inde vor 1646 Karte 1646, [1]
    8 Schleifmühle in der Au Nadelherstellung, Mahlmühle Friesenrath, Inde vor 1646 Karte 1646, [1]
    9 Hahner Mühle Mahlmühle Hahn, Inde vor 1646 Karte 1646, [1]
    10 Schlauser Mühle Mahlmühle, Walkmühle Kornelimünster, Inde ab 1363 Karte 1646, [1]
    11 Bleihütte Hütte, Weberei über Transmissionen, Seifensiederei, Färberei, Kornelimünster, Inde ab 1571 Karte 1646, [1]
    12 Kleinmühlgen Kupfermühle Kornelimünster, Inde vor 1646 Karte 1646, [1]
    13 Lohmühle Lohe Herstellung, Weberei Kornelimünster, Inde vertmutlich nach 1800 [1]
    14 Abteimühle Mahlmühle, Brauhaus, Walkmühle, Spinnerei, Textilfabrik Kornelimünster, Inde wahrscheinlich vor 1331 ausführliche Infomationen,[1], [2]
    15 Mühle Steinebrück Kornmühle, Kupfermühle, Walkmühle, Wollwäscherei, Weberei, Ziegelei Brand, Inde um 1450 Karte 1646, [1]
    16 Komerich auch Kaltenberger Mühle Kupfermühle, Walkmühle, Spinnerei Brand, Inde ab 16. Jahrhundert Karte 1646, [1]
    17 Elgermühle Kupfermühle (Blech, Draht,Nadeln), Nadelschleifmühle, Wollspinnerei, Kornmahlmühle, Getreidemühle, Futterhandel, Brand, Inde 1595 Karte 1646, [1]
    18 Obersteinmühle (Elgermühle I) Getreidemühle, Ölmühle Brand, Inde/Obersteinbach ca. 18. Jahrhundert Karte 1646, [1]
    19 Plätschmühle (Elgermühle 6) Tuchspülmühle Brand, Inde 1810 Karte 1646, [1]
    20 Kupferhof Gut Gedau Kupfermühle, Tuchfabrik Btand/Münsterbusch (Stolberg), Inde um 1500 Karte 1646, [1]
    21 Bocksmühle Kupfermühle, Wollwäscherei, Spinnerei Münsterbusch (Stolberg), Inde 1646 erstmals genannt Karte 1646, [1]
    22 Haumühle Kupfermühle (Blech), Tuchfabrik, Färberei Münsterbusch (Stolberg), Inde 1647 erstmals erwähnt Karte 1646, [1]
    23 Untere Buschmühle Getreidemühle (?), Kupfermühle (Messingswalzwerk), Tuchfabrik Münsterbusch (Stolberg), Inde 1573 Karte 1646, [1]
    24 Obere Buschmühle Zuchfabrik, Färberei Münsterbusch (Stolberg), Inde 1871 Karte 1646, [1]
    25 Nepomucenusmühle z.Zt. keine Informationen Stolberg-Atsch, Inde Karte 1646
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    Brauhäuser im Münsterländchen (bis in die Neuzeit)

    In Kornelimünster gab es mehrere Brauhäuser, zum Teil zu verschiedenen Zeiten, u.a.:
    Bann-/Zwangsmühle
    Innenhof der Reichsabtei,
    Abteibrauerei (Napoleonsbeg 102 - 104),
    Benediktusplatz 24,
    Breiniger Strasse 12, um 1630

    Weitere 9 Brauhäuser sind im Münsterland nachgewiesen:
    Gressenich 1336,
    Eilendorf 1450,
    Dorff 1685,
    Freund 1685,
    Breinig 1675,
    Hahn 1679,
    Büsbach 1680. zurück nach oben

  7. Schützenbruderschaft

    Im Jahre 1412 wurde eine Schützenbruderschaft gegründet, um einen direkten, örtlichen Schutz der Reichsabtei zu gewährleisten. Was heute über die Entwicklung dieser Bruderschaft zu erfahren ist, lässt sich in der Vereinsgeschichte des jetzigen Vereins Kornelimünster Bürgerschützengesellschaft 1412 e. V. nachlesen.
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